Donnerstag, 3. März 2016

Schwanger verreisen - Urlaub mit Kullerbauch

 Rein ins Vergnügen - auch unter anderen Umständen? Darf ich mit Kullerbauch verreisen? Wo kann ich hin? Wie komme ich hin? Auto? Bahn? Flugzeug? Schiff? Wird mir schlecht? Muss ich mich anschnallen? Was früher selbstverständlich war, wird jetzt auf einmal kompliziert. Fragen über Fragen, wenn man erstmal mit Kullerbauch gesegnet ist. Aber keine Sorge. Wir bringen gleich Licht ins Dunkel...

Grundsätzlich gilt: Wer fit ist und dessen Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft - dem steht quasi die Welt offen. Vielleicht nicht die Ganze, aber ein großer Teil.

Urlaub in der Schwangerschaft wird von Gynäkologen und Hebammen sogar ausdrücklich empfohlen! Allerdings gibt es - wie bei fast jedem Thema in der Schwangerschaft - auch hier einiges zu beachten.

Grundsätzlich kannst Du als Schwangere jedes Reisemittel benutzen. Egal, ob PKW, Flugzeug, Schiff oder Bahn. Jedes Reisemittel hat aber so seine Vor- und Nachteile.

Wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet, ist das Reisen in der Schwangerschaft völlig unkompliziert:

  • Du bist gesund und fit und die Schwangerschaft verläuft ohne Komplikationen? Dann steht dem Urlaub in derSchwangerschaft nichts im Weg.
  • Die perfekte Reisezeit liegt zwischen der 14. und der 28. Schwangerschaftswoche. Vor der 14. Woche ist das Risiko zu groß, dass dem Fötus etwas passiert. Nach der 28. Woche ist das Risiko für frühzeitige Wehen zu groß und durch den dicken Bauch sind lange Reisen meistens zu anstrengend.
  • Einer muss immer dabei sein: dein Mutterpass. Achte bitte außerdem darauf, dass eine ordentliche medizinische Versorgung am Urlaubsort gewährleistet ist.
  • Sicherlich kann man heutzutage zu entsprechenden Preisen überall bequem hinfliegen. Wer jedoch Economy fliegt, sollte Urlaubsziele mit zu langer Anreise vermeiden. Flugreisen, z.B., über fünf Stunden sind mit Kullerbauch extrem anstrengend.
  • Vermeide Urlaubsziele, in denen Impfungen notwendig sind. Während der Schwangerschaft sollte man auf das Impfen verzichten. Alles, was Du abbekommest bekommt auch der kleine Krümel ab.

Bei Flugreisen sind die Einschränkungen für Schwangere relativ überschaubar. Bis zu 32. SSW wird man in der Regel mitgenommen und außer, dass Plätze am Notausgang tabu sind, gibt es kaum Negatives. Ganz anders sieht dies bei Kreuzfahrten während der Schwangerschaft aus. Hier sind die Regel sehr streng. Ich werde mich dem Thema bald nochmal ausführlich widmen.

Im Auto gilt - wer fit ist, kann auch selber fahren. Allerdings kann es, je nach dem wie groß der Bauch ist, schwierig werden. Großer Bauch, kleine Mama - das wird schwierig mit Gas und Bremse. Ich konnte ab dem 8. Monat nicht mehr gut fahren, vor allem weil ich nicht mehr ordentlich an die Pedale gekommen bin. Lass dich also lieber chauffieren. Egal, ob Fahrer oder Beifahrer - Anschnallen ist Pflicht. Lege den Gurt immer unterhalb des Bauches an, so bist Du und das Baby am besten geschützt. Wem der Gurt zu eng ist, der baut einfach eine Gurtverlängerung ein. Gibt's schon für 12,99 EUR.

Wer im Inland oder nahem Ausland bleiben will, für den ist die Anreise mit der Bahn sehr bequem. Du kannst während der Fahrt aufstehen und ein wenig herum gehen, wenn der Kreislauf schlapp macht. Ein ganz entscheidender Vorteil gegenüber dem Auto: Eine Toilette ist immer in der Nähe. Und Essen und Trinken während der Fahrt sind auch kein Problem. Selbst im Notfall ist immer Hilfe in der Nähe, was besonders wichtig werden kann, wenn Du allein verreist. Viele Hotels bieten einen Shuttleservice vom Bahnhof an, so dass Du, ohne dich mit dem Gepäck zu schinden, bequem im Hotel ankommst. Noch bis zum 31.03.2016 bietet die Bahn das Special "Bahn & Hotel Gratisnacht". Hier kannst Du in ausgewählten Hotels 3 Nächte bleiben, musst aber nur zwei zahlen - und bequem mit der Bahn anreisen (weitere Infos...).Viele weitere Angebote, die Bahnfahrt und Hotel kombinieren, findest du hier...

Schaue doch immer mal rein in meinem Blog. Ich stelle regelmäßig schöne Hotels und tolle Reiseziele vor, die besonders für Schwangere geeignet.

Montag, 22. Februar 2016

Hotels speziell für Schwangere?

Als Schwangere nochmal ein paar Tage im Hotel verbringen?

Einfach nur schwanger sein? Ohne Arbeit. Ohne Haushalt. Ohne Termine. Wäre das nicht toll? 


Klar, auf jeden Fall!

Schwangere sind mittlerweile eine eigene Zielgruppe von Hotels. Es gibt super schöne Hotels, die sich speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren eingestellt haben. Fast alle sind Wellnesshotels mit großartigen Spa-Bereichen und expliziten Massageangeboten für werdende Mamas. Und der werdende Papa kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Urlaub in der Schwangerschaft ist gut für Mutter und Kind. Da sind sich Gynäkologen und Hebammen einig. Eine Schwangerschaft war schon immer eine Höchstleistung für den Körper, aber bei allem Aufwand der heute betrieben wird, kann das Ganze auch schnell in Stress ausarten. Vorsorgetermine, dann lieber nochmal nachschauen, Kinderkrippen-Platz anmelden, Zimmer einrichten, Namen aussuchen, Erstausstattung kaufen, Ratschläge beachten, Bücher lesen - das kann alles ganz schön viel werden.  Gönne dir also lieber nochmal etwas Erholung in dieser spannenden Zeit. Hotels, die sich auf werdende Mamas spezialisiert haben, bieten den größtmöglichen Komfort und sorgen dafür, dass Du endlich einmal zur Ruhe kommst.

Welches Hotel für wen das Richtige ist, musst Du letztendlich selbst entscheiden. Manche Schwangere ist super fit und gönnt sich einen ausgedehnten Städtetrip. Andere lassen es lieber ruhiger angehen und freuen sich auf einen schönen Wellnessurlaub. 

Sicherlich kann man als Schwangere sich in jedem guten Hotel wohlfühlen. Ideal geeignet sind aber Hotels, die nicht allzu groß und am besten familiär geführt sind. Oft haben die Inhaberfamilien selbst kleine Kinder und können sich noch gut in die Zeit der Schwangerschaft hinein versetzen. Eine ruhige, grüne Umgebung, fernab von Großstadthektik und Feinstaubbelastung sind die perfekten Standorte. Ob flaches Land, Berge oder Meer spielt dabei keine Rolle.

Die Anzahl der Hotelsterne sagt übrigens nichts über die Qualität des Hotels aus. Dazu aber ein ander Mal mehr. 

Warum solltest Du also nochmal in den Urlaub fahren?

Gönne Dir die Zeit zu zweit. Ein Candle-Light-Dinner, ein Verwöhnbad, einfach zusammen abschalten. Nach der Geburt wird es dazu so schnell nicht wieder Gelegenheit geben.

Raus aus dem Alltagsstress. Je stressfreier die Schwangerschaft verläuft, desto einfacher soll die Geburt werden.

Zeit, um sich in aller Ruhe auf das Eltern-Sein vorzubereiten. Lass für ein paar Tage Arbeit, Haushalt, Termine, Anträge etc. hinter dir und bereite dich in entspannter Atmosphäre auf deine neue Rolle vor.

Das hast Du dir verdient. Wer heute bewusst schwanger ist, hat nicht nur eine aufregende, sondern auch irgendwie stressige Zeit vor oder hinter sich. Egal, ob man mit Wehwehchen zu kämpfen hat oder einfach die Flut an Informationen einen erschlägt - gönne dir bewusst eine schöne Auszeit.

Wie Du zu deinem Hotel kommst, bleibt Dir überlassen. Flugreisen, Bahn- und Autofahrten sind erlaubt und jedes Reisemittel hat so seine Vor- und Nachteile.

Hier sind ein paar Hotels, die speziell auf Schwangere eingestellt sind:

Bio- und Wellnesshotel Alpenblick in Höchenschwand im Schwarzwald

Hotel 3 Quellen Therme Bad Griesbach (Bayern)

Göbel's Landhotel in Willingen (Hessen)

Hotel Diedrich im Sauerland (NRW)

Auf meiner Webseite stelle ich Dir noch mehr wunderbare Hotels vor, die speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren eingehen ...


Schaue ruhig immer mal rein, ich versuche ständig, die Liste zu erweitern.

Freitag, 19. Februar 2016

Schwangerschaftsmassagen

Schwangerschaftsmassage
Streicheleinheiten für Kullerbäuche - was tut gut und was sollte man besser lassen?

Nicht nur, dass der Körper in der Schwangerschaft Höchstleistungen vollbringt - nein, auch sonst kann es manchmal ganz schön anstrengend werden. Vorsorgetermine, Namensfindung, Verbote, Gebote, Besserwisser, neue Wehwehchen, Sachen besorgen - ganz schön viel, was da manchmal auf die werdende Mama einprasselt. Dazu kommt noch, dass man meist bei der ersten Schwangerschaft ziemlich unsicher ist und alles genau wissen will. War zumindest bei mir so.

Da kann es schon mal passieren, dass die Akkus leer sind. Und da braucht man natürlich etwas, um diese wieder aufzuladen, denn schließlich kommt die richtig anstrengede Zeit erst noch. Den meistens Frauen mit Kullerbauch werden da als Stichworte "Wellness" und "Massage" einfallen. Um Wellness allgemein soll es ein ander Mal gehen, heute wollen wir uns mal dem Thema Massage widmen.

Massagen sind eine uralte Therapie-Form und werden entweder mit den Händen oder mit Hilfsmitteln (z.B. Massageball) durchgeführt. Es wird geknetet, gezupft, gerieben und gestrichen und so die Muskulatur, die Haut und das Bindegewebe wieder auf Vordermann gebracht. Massagen dienen dazu, Verspannungen zu lösen, Beschwerden zu lindern und Stress abzubauen. Man kann sich also gleichzeitig verwöhnen lassen und dem ein oder anderen Wehwehcehn entgegenwirken. Grundsätzlich muss man noch zwischen therapeutischen und Wellness-Massagen unterscheiden. Therapeutische Massagen werden von einem Arzt verschrieben und sollen gegen bestimmte Symptome gezielt wirken. Wellness-Massagen dienen eher dem Wohlbefinden und können einfach gekauft werden (Selbstzahler).

Für wen sind Schwangerschaftsmassagen geeignet?

Massagen können grundsätzlich bei fast allen Schwangeren durchgeführt werden. Experten empfehlen häufig, in der Frühschwangerschaft jedoch auf Massagen zu verzichten. Ideal sollen regelmäßige Massagen ab dem 4. Monat sein. Massagen können sogar unter der Geburt und im Wochenbett durchgeführt werden. Wer krank ist oder zu den Risikoschwangeren zählt, sollte auf jedem Fall vor der Massage mit seinem Frauenarzt sprechen. Erzähle dem Masseur auf jeden Fall von deiner Schwangerschaft, denn er muss wissen, welche Techniken er nicht anwenden darf.

Wann ist eine Schwangerschaftsmassage tabu?

Wer Fieber, ansteckende Krankheiten oder akute Schmerzen hat, sollte sich nicht massieren lassen. Auch bei Entzündungen oder frühzeitigen Wehen ist eine Massage keine gute Idee. Regelrecht verboten sind Massagen, wenn die Mutter unter Plazentaerkrankungen leidet, Wachstumsstörungen oder Herzbeschwerden beim Fötus vorliegen, die Mutter zu Krämpfen oder Epilepsie neigt und Mutter oder Kind untergewichtig sind.

Wenn bestimmte Körperregionen lädiert sind, sollten diese von der Massage ausgenommen werden. Dazu zählen Stellen  mit Schnitten, blauen Flecken und Sonnenbrand, aber auch Wassereinlagerungen und Ödeme. Auch Krampfadern dürfen nicht massiert werden.

Welche Wirkung hat eine gute Schwangerschaftsmassage?

Eine tolle Massage von einem erfahren und ausgebildeten Therapeuten kann der werden Mama jede Menge Gutes tun. Sie kann sich nicht nur verwöhnen lassen, sondern auch ihr Wohlbefinden wesentlich steigern. Außerdem bewirkt eine gute Schwangerschaftsmassage, dass
  • sich Muskelverspannungen mindern, insbesondere im Rücken, Nacken und Po
  • Stress abgebaut wird
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen und Anspannungen nachlassen
  • stark beanspruchte Gelenke entlastet werden
  • Kreislauf und Durchblutung angeregt werden (das fördert wiederum den Nährstoffaustausch mit der Plazenta)
  • die Hautelastizität gestärkt wird (was bei der Geburt helfen kann) und
  • sich die Körperwahrnehmung der Mutter verbessert.
Bei einer guten Massage findet ein regelmäßiger Wechsel zwischen Stimulation und Entspannung statt. Die Blutzirkulation wird angeregt, was wiederum dazu führt, dass die Zellen besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. So wird auch die Haut besser durchblutet, was sich positiv auf die Hauterneuerung auswirkt. Außerdem wird durch eine Massage das Lymphsystem angeregt, was wiederum das Immunsystem stärkt.

Wie werden Schwangere massiert?

Dass man nicht auf dem Bauch liegen kann, versteht sich wahrscheinlich von selbst. Meist werden Schwangere in Seitenlage oder auf dem Rücken liegend oder in speziellen Massagestühlen massiert. Grundsätzlich sollen alle Massageformen auch für Schwangere geeignet sein. Der Masseur sollte jedoch speziell für die Massage von Schwangeren geschult sein (perinatale Massage). Eine Schwangerschaftsmassage sollte außerdem mit weniger Druck ausgeübt werden, da das Bindegewebe von Schwangeren durch den Hormoncocktail doch recht locker ist.

Besonders wohltuend sind Fußmassagen für Schwangere. Die Füße tragen ja eh schon die Last des Lebens und müssen in der Schwangerschaft auch noch das zusätzliche Gewicht aushalten. Über eine Fußmassage kann man positive Effekte für den ganzen Körper auslösen. Es kommt jedoch besonders darauf an, dass die Druckpunkte für die Gebärmutter außen vor gelassen werden. In der Geburtsvorbereitung gibt es jedoch die Möglichkeit, über bestimmte Akupunkturpunkte gezielt die Wehentätigkeit anzuregen.

Einige weitere Körperbereiche dürfen bei Schwangeren außerdem nicht massiert werden. Dazu zählen der Bereich des Kreuzbeines und bestimmte Teile des Nackens, da dies vorzeitig Wehen auslösen kann.

Welche Massageöle sind geeignet?

Für Schwangere gibt es spezielle Massageöle (z.B. von Hipp oder von Bübchen), zumindest wenn man diese zu Hause anwenden will. Massagestudios oder Wellnesshotels haben meist eigene Produkte. In der Schwangerschaft kommt es vor allem auf die Zusätze an, da nicht jedes ätherische Öl gut geeignet ist. Natürliche Aromastoffe wie Kamille, Orange, Geranie, Lavendel, Sandelholz oder Citrus wirken positiv. "Gewürzzusätze" wie Thymian, Wacholder, Rosmarin, Salbei, Lorbeer oder Myrrhe sollten eher vermieden werden. Kampfer und Anis können wehenauslösend wirken.

Kann mich auch mein Partner oder ich mich selbst massieren?

Ja, auf jeden Fall! Eine Partnermassage wirkt sich meist positiv auf die Beziehung aus und stärkt die Bindung. Sie entspannt und schafft schöne Momente der Zweisamkeit. Auch hier gilt: nicht zu viel Druck und eher Streicheleinheiten als tiefe Griffe. Warme Hände sollte selbstverständlich sein. Am besten nehmt Ihr eines der oben empfohlenen Massageöle.

Auch die werdende Mama selbst kann sich etwas Gutes tun. Wer nämlich schon in der frühen Schwangerschaft mit einer Zupfmassage am Bauch beginnt, kann Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Dazu einfach die Haut am Bauch zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und immer wieder sanft zupfen. Dadurch werden die Durchblutung und der Stoffwechseln angeregt und die Wahrscheinlichkeit für Schwangerschaftsstreifen sinkt. Ich selbst habe mir außerdem jeden Tag von Beginn an den Bauch mit Babyöl eingerieben - und ich hatte nicht einen einzigen Schwangerschaftsstreifen.

Auch eine Brustmassage kann Positives bewirken. Wer die Brust regelmäßig von außen nach innen mit kreisenden Bewegungen leicht massiert, kann den Milchfluss anregen und dem Spannungsgefühl entgegen wirken. Die Brustmassage eignet sich auch nach der Geburt, um Milchstau vorzubeugen und verstopfte Milchgänge frei zu machen.

So, ich hoffe Ihr habt wieder einige Anregungen bekommen, wie Ihr entspannt durch die Schwangerschaft kommt. Und nun: auf, auf, einen Massagetermin vereinbaren...

Donnerstag, 18. Februar 2016

Schwanger in die Sauna - wird's dem Kullerbauch zu heiß?

Schwanger in die Sauna - ist das eine gute Idee? Viele Kullerbäuche fragen sich, ob es dem Baby nicht zu heiß wird und ob der Kreislauf das überhaupt mitmacht.

Generell gilt ja saunieren als gesund. Es stärkt das Immunsystem, macht gute Laune und fördert die Entspannung. Eine Sauna ist ein mit Holz ausgekleideter Raum, der durch einen Ofen auf eine Temperatur von 80 bis 100°C aufgeheizt wird. Gelegentlich wird Wasser auf die heißen Steine gegossen, man spricht von einem Aufguss. In manchen Saunen in Deutschland wird dem Aufguss noch ein ätherisches Öl zugegeben. Je nach Land gibt es unterschiedliche Sauna-Kulturen. In Deutschland ist eher die textilfreie, gemischtgeschlechtliche Sauna Standard. In anderen Ländern ist nacktes Saunieren unüblich (z.B. Großbritannien) oder sogar verboten (z.B. Brasilien).

Medizinisch und auch kosmetisch hat das regelmäßige Saunieren positive Wirkungen. Die Abwehrkräfte werden gestärkt und der Saunagang wirkt sich positiv auf das vegetative Nervensystem aus. Auch Arthrose und Rückenbeschwerden können durch regelmäßige Saunagänge verbessert werden. Durch das Ansteigen der Körpertemeperatur wird quasi ein künstliches Fieber erzeugt, dass die Immunabwehr anregt. Der Wechsel von heiß und kalt bewirkt, dass der Kreislauf und der Stoffwechsel angeregt werden. Gleichzeitig soll regelmäßiges Saunieren die Hautalterung verlangsamen. Durch das Saunieren wird der Körper gleichzeitig gründlich, aber schonend gereinigt. Schwemmstoffe werden ausgeschwemmt und verhornte Hautzellen lösen sich leicht. Ursprünglich wurde die Sauna in Finnland zur Körperreinigung erfunden und hat heute dort auch noch einen hohen Stellenwert in dieser Funktion.

Fakt ist aber auch, zu einem gewissen Grad ist saunieren aber auch anstrengend und macht vor allem müde (mich zumindest).

Darf ich also mit Kullerbauch in die Sauna?

Grundsätzlich gilt: Wer schon vor der Schwangerschaft regelmäßig in der Sauna war, kann dies auch während das Baby unterwegs ist, tun. Voraussetzung ist, dass die Schwangerschaft ohne Probleme verläuft und noch keine Wehentätigkeit eingesetzt hat.

Wann darf ich nicht in die Sauna?
 
Wer Komplikationen in der Schwangerschaft hat, unter hohem Blutdruck leidet, schwangerschaftskrämpfe hat oder Probleme mit den Nieren, darf nicht in die Sauna. Auch wer bereits Wehen hat oder wo die Gefahr einer Frühgeburt besteht, sollte besser verzichten.

Auch im ersten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie mit Saunagängen eher vorsichtig sein, da der Fötus hier am empfindlichsten ist. Wer noch nie saunieren war, sollte  in den ersten acht Wochen der Schwangerschaft auch nicht damit anfangen. Kurz vor der Geburt sollten Sie Ihren Saunagang sehr genau abwägen, da hohe Temperaturen mitunter den Geburtsvorgang auslösen können.
Was bringt mir als Schwangerer ein Saunabesuch?

Insgesamt tut das Saunieren der Schwangeren gut, entspannt Körper und Geist und stärkt die Abwehrkräfte. Durch die heiße Luft der Sauna steigt die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad und die Abwehrzellen im Körper werden aktiviert. Die Gefäße erweitern sich und der gesamte Körper wird besser durchblutet. Sekrete in den Atemwegen und Wasseransammlungen im Körper werden besser abtransportiert. Man kann freier atmen und Schwellungen an Händen und Füßen nehmen ab. Viele Frauen, die regelmäßig in die Sauna gehen, berichten, dass sie eine leichtere und kürzere Geburt hatten, weil die Muskulatur durch das regelmäßige Saunieren weicher und entspannter ist.

Was muss ich als Schwangere beachten?

Generell gelten für Schwangere die gleichen "Regeln" wie für alle anderen. Selbstverständlich sollte man vor dem Saunagang duschen und in die Sauna ein Handtuch mitnehmen. Vor dem Saunagang solltest du außerdem auf schwere Mahlzeiten verzichten. In der Sauna wählst du besser die untere oder die mittlere Sitzbank, da die Temperaturen sonst zu hoch werden. Verzichte lieber auf ein komplettes Tauchbad, sondern kühle dich mit Schlauch und Brause ab (an Armen und Beinen beginnen und dann erst Bauch und Rücken). Besser ist es auch, erst nach dem letzten Saunagang zu trinken, sonst wird nicht die Schlacke, sondern das aktuelle Getränk ausgespült. Zwei Saunagänge sind für Schwangere übrigens genug.

Welche Saunaarten gibt es und sind die für mich geeignet?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Sauna und Dampfbad. In der Sauna herrschen hohe Temperaturen und eine niedrige Leuchtfeuchtigkeit, im Dampfbad gibt es eher niedriger Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Beim Dampfbad gibt es noch verschiedene Varianten wie das Türkische Dampfbad (Hamam) oder das Russische (Banja) oder das Römische (Caldarium). Jedes hat seine Besonderheiten. Generell ist die Sauna aber für Schwangere besser geeignet als das Dampfbad, da die hohe Luftfeuchtigkeit den Körper stärker belastet. Eine Alternative bzw. Kombination aus beiden ist die so genannte Biosauna. Hier herrschen oft Temperaturen zwischen 45 und 60°C und eine Luftfeuchtigkeit von 45 - 55%. Sie gilt als kreislaufschonender und die Verweildauer ist meist höher. Viele Saunabereich bieten inzwischen auch Infrarot- oder Wärmekabinen, bei denen die Temperatur meist nicht höher als 60°C. Oft verfügen diese noch über eine Farblichttherapie. Die Infrarotkabinen sollen ebenfalls für Schwangere geeignet sein.

Alles in allem ist das Sauna-Gehen als für "erfahrene Schwangere" eine gute Idee. Wer keine Erfahrung hat, sollte nicht unbedingt damit anfangen oder sein Vorhaben zumindest mit dem Arzt oder der Hebamme besprechen.

Wie immer gilt: verlasst euch auf eurer Bauch-Gefühl...

Mittwoch, 17. Februar 2016

Zika-Virus: Gefahr für Schwangere

Seit kurzem ist es in aller Munde - das Zika-Virus. Besonders für Schwangere soll es gefährlich sein. Deswegen habe ich hier die wichtigsten Informationen für alle Kullerbäuche zusammengefasst.

Was ist das Zika-Virus?

Das Zika-Virus wurde 1947 bei einem Affen in Uganda (Afrika) im Zika-Wald entdeckt. Daher hat es auch seinen Namen. Es ist ein Virus, das von infizierten Mücken übertragen wird, hauptsächlich wahrscheinlich von Gelbfiebermücken (Aedes aegypti). Im Verdacht stehen aber auch asiatische Tigermücken (aedes albopictus).

Welche Symptome hat man bei einer Zika-Infektion?

Ähnlich wie bei anderen Infektionen, die durch Mücken übertragen werden (z.B. Dengue-Fieber) treten als Symptome vor allem Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Bindehautentzündung und Fieber auf. Meist sollen die Symptome bei einer Zika-Infektion aber milder als bei anderen Infektionen sein. Die ersten Symptome treten nach drei bis zwölf Tagen nach dem Stich auf und halten bis zu einer Woche. Meist muss nicht im Krankenhaus behandelt werden. Viele Infektionen sollen sogar ohne Symptome verlaufen. Für Schwangere soll das Zika-Virus jedoch besonders gefährlich sein, da es im Verdacht steht, schwere Hirnfehlbildungen beim Fötus hervorzurufen.

Welche Länder sind besonders betroffen?

Aktuell gibt es große Infektionsgebiete in Süd- und Mittelamerika, hier sind über 20 Länder betroffen, vor allem Brasilien. Größere Ausbrüche von Infektionen gab es 2007 in Mikronesien und ab 2013 in mehreren Inselstaaten im Pazifik. Grundsätzlich kommt das Zika-Virus aber in allen tropischen und einigen subtropischen Regionen der Welt vor.

Wie wird das Virus übertragen?

Grundsätzlich wird das Virus durch den Stich einer infizierten Mücke übertragen, vor allem wahrscheinlich die Gelbfiebermücke. Aber auch andere Mücken stehen im Verdacht, das Virus übertragen zu können, vor allem die asisatische Tigermücke. Diese kommt vereinzelt auch in Süddeutschland vor. Wahrscheinlich kann das Virus auch durch sexuelle Kontakte mit Infizierten übertragen werden, zumindest wurde das Virus im Sperma von Infizierten nachgewiesen. Es ist allerdings noch nicht wissenschaftlich geklärt, wie lang das Virus im Sperma überleben kann. Auch im Urin und im Speichel von Infizierten wurde das Virus nachgewiesen. Ob auch hier Übertragungswege bestehen, ist jedoch auch noch nicht geklärt.

Welche Therapien gibt es gegen das Virus?

Gegen das Virus selbst gibt es keine Therapien, weder Impfstoffe noch Medikamente. Es werden lediglich die Symptome behandelt, z.B. mit fiebersenkenden und Schmerzmitteln.

Wie groß ist die Gefahr, sich in Deutschland zu infizieren?
Das Robert-Koch-Institut geht von einer geringen Infektionsgefahr in Deutschland aus. Die Gelbfierbermücke kommt hierzulande nicht vor. Zwar gibt es vereinzelt asiatische Tigermücken in Süddeutschland, aber diese müsste sich erst einmal bei einem infizierten Patienten anstecken, bevor Sie das Virus übertragen könnten. Gibt es also eine ganze Reihe Infizierter in Deutschland (keine genauen Zahlen, da keine Meldepflicht) und dazu einen heißen Sommer, ist eine Infektionsgefahr auch in Deutschland nicht 100% auszuschließen.

Warum ist das Zika-Virus für Schwangere so gefährlich?

Das Zika-Virus steht im Verdacht, schwere Fehlbildungen am Fötus zu verursachen. Die Kinder werden mit sehr kleinem Kopf und meist schweren Hirnschäden geboren (pränatale Mikrozephalie). Nach Angabe der WHO geht das brasilianische Gesundheitsministerium seit Januar 2015 von rund 4.800 möglichen Fällen aus. Das sollen laut Tropeninstitut rund 8x so viele Fälle wie normal sein. Besonders gefährlich ist das Virus, wenn sich Schwangere im 1. Drittel der Schwangerschaft infizieren. Bei Frauen, die in betroffenen Gebieten in Afrika leben, treten wahrscheinlich deswegen so wenig Fehlbildungen auf, weil die meisten Frauen bereits (weit) vor der Schwangerschaft infiziert waren und deswegen immun sind. In den neuen Verbreitungsgebieten hatten die Frauen noch keine Antikörper.

Was sollten Schwangere tun?

Auch wenn ein 100%iger Zusammenhang zwischen den Zika-Infektionen und den gehäuften Fehlbildungen medizinisch noch nicht nachgewiesen ist, sollten schwangere Frauen Reisen in die betroffenen Gebiete unbedingt vermeiden. Bei Reisen, die sich nicht vermeiden lassen (glaubt mir, ich würde immer einen Grund finden), solltet Ihr konsequent auf durchgängigen Mückenschutz achten (Insektenschutzmittel, lange Kleidung, Fenster- und Bettnetze...).

Ich habe eine Reise in eines der betroffenen Gebiete gebucht. Kann ich stornieren?

Das ist von Reiseanbieter zu Reiseanbieter verschieden. Die meisten reagieren wohl aber kulant, wenn man die Schwangerschaft nachweist (z.B. Mutterpass). Dann kann man oft stornieren oder umbuchen.

Ihr seht, das Zika-Virus kann für Schwangere echt gefährlich werden. Vor allem, wenn man vielleicht nicht merkt, dass man gestochen wurde, weil man keine Symptome zeigt. Ich rate ja grundsätzlich von Fernreisen mit Kullerbauch ab. Sucht euch doch lieber ein schönes Wellnesshotel oder macht Urlaub im europäischen Ausland. Werft doch noch mal einen Blick auf meine Hoteltipps

(Die Informationen beruhen im Wesentlich auf den Infos des Robert-Koch-Instituts und des Tropeninstituts.)

Dienstag, 9. Februar 2016

Schwanger fliegen- Ab ins Flugzeug mit Kullerbauch

Schwanger fliegen - was geht und was nichtEin letzter Urlaub mit dem Schatz in der Sonne, ein Geschäftstermin in Paris, ein Besuch bei Freunden in New York - Anlässe, um in der Schwangerschaft ins Flugzeug zu steigen gibt es zuhauf.

Viele Schwangere fragen sich allerdings, ob Fliegen in der Schwangerschaft wirklich ungefährlich ist und was überhaupt noch möglich ist.

Eure Irma hat das Thema also umfassend für Euch recherchiert und stellt die wichtigestens Infos zusammen.

Darf ich als Schwangere überhaupt fliegen?

Bei einer komplikationslosen Schwangerschaft ist Fliegen generell kein Problem. Da sind sich Hebammen und Gynäkologen einig. Man sollte jedoch vorher seinen Arzt oder seine Hebamme fragen, ob nicht vielleicht dort irgend etwas dagegen spricht. Wer gesund ist und sich fit fühlt, braucht sich aber grundsätzlich keine Sorgen machen.

Wann sollte ich besser nicht fliegen?

Wer bereits eine Früh- oder Fehlgeburt hinter sich hat, zu Herz- und Kreislaufproblemen neigt oder eine erhöhte Thrombosegefahr hat, sollte Flugreisen während der Schwangerschaft vermeiden. Auch wer eine Risikoschwangerschaft hat oder unter großer Flugangst leidet (erfahre hier, wie du sie unkompliziert los wirst), sollte besser nicht ins Flugzeug steigen. Auch wenn die Geburt kurz bevor steht, ist es keine gute Idee, noch eine Flugreise zu planen.

Wann fliegt man als Schwangere am besten?

Fliegen im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel ist nicht ideal. Besser geeignet ist das mittlere Drittel, also von der 14. bis 27. SSW. Hier hat man meist die Anfangsbeschwerden hinter sich, man ist vergleichsweise fit und der Bauch ist noch nicht so riesig, dass man fast nichts mehr machen kann. Die Gefahr für eine Frühgeburt ist meist gebannt und das Baby hält schon einiges aus.

Im ersten Drittel dagegen ist die Gefahr einer Fehlgeburt zu hoch und alle lebenswichtigen Organe des Babys werden angelegt, da sollte man keine unnötigen Risiken eingehen. Außerdem leiden viele Schwangere in dieser Zeit unter Übelkeit - keine gute Voraussetzung für eine entspannte Flugreise. Im letzten Drittel der Schwangerschaft ist der Bauch meist schon ziemlich groß und auch das Risiko für frühzeitige Wehen steigt. Manche Fluggesellschaften nehmen Schwangere ab der 27. SSW nicht mehr ohne Weiteres mit. Generell ab der 36. Woche werden Schwangere gar nicht mehr mitgenommen. Informieren Sie sich unbedingt vor Flugbuchung in den AGB der Airline.

Welche Ziele sind ideal für Schwangere?

Grundsätzlich kann natürlich jeder überall hin fliegen. Die Tipps sind ja auch nur Empfehlungen und keine Vorschriften oder Verbote. Generell ist es aber schon so, dass Fernreisen für Schwangere nicht das Optimum sind. Tropische Gebiete erfordern oft Impfungen, die man als Schwangere nicht (mehr) bekommen kann und ob man will oder nicht - ganz so leistungsfähig ist man Kullerbauch eben nicht. Als ideal gelten Flugzeiten nicht länger als vier Stunden. Von Deutschland aus kannst Du damit aber bequem z.B. alle Ziele rund um das Mittelmeer erreichen. Ich selbst war im 6. Monat in der Türkei. Lies doch mal meinen Erfahrungsbericht...

Bestehen Gefahren während des Fliegens für mich oder das Baby?

Im Prinzip bestehen für Schwangere keine anderen Gefahren als für "normale" Passagiere auch. Dass der Sauerstoffdruck in der Kabine niedriger ist, soll nach Aussagen von Ärzten keine Auswirkungen haben. Der Körper muss lediglich mehr arbeiten, um die Sauerstoffversorgung für Mutter und Kind aufrecht zu erhalten. Auch dass es eine erhöhte Strahlenbelastung geben soll, hat sich nicht bestätigt. Ob wirklich eine erhöhte Strahlenbelastung besteht, hängt außerdem davon ab, wo die werdende Mama wohnt, denn manchmal ist diese sogar am Boden höher als im Flugzeug. Was allerdings für Schwangere erhöht ist, ist die Thrombosegefahr. Hier empfehlen Experten, Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 zu tragen. Kompressionssstrumpfhosen werden nicht empfohlen, da die Gefahr einer Scheidenpilzinfektion steigt.

Was gibt es noch zu beachten?

Bei der Reisebuchung - egal ob im Reisebüro oder online - wird Sie niemand nach einer bestehenden Schwangerschaft befragen. Dennoch kann am Check In das böse Erwachen kommen, wenn dir nämlich das Einschecken verweigert wird. Dass du ein Ticket hast, spielt dann keine Rolle. Erkundige dich auf jeden Fall vor Reiseantritt, wie die Bedingungen für die Mitnahmen sind. Manche Fluglinien verlangen aber der 27. SSW ein ärztliches Attest (Rückflug beachten!), manche erst ab der 32. Woche. Ab der 36. Woche werden Schwangere generell gar nicht mehr im Flugzeug mitgenommen. Die Gefahr, dass das Baby während des Fluges zur Welt kommt, ist zu groß.

Außerdem haben bestimmte Länder spezielle Einreisebestimmungen für Schwangere, z.B. die USA. Grund ist hier, dass jedes Kind, das auf amerikanischen Boden geboren wird, automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft erhält. Singapur verlangt beispielsweise ab dem 6. Monat ein ärztliches Attest und einen so gennanten "Social Visit Pass" (beim Konsulat beantragen).

Informiere dich also besser vor der Reise, welche Bedingungen gelten.

Schadet der Scanner am Flughafen mir oder meinem Baby?

Nein. Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich nicht um Röntgengeräte, sondern um Metalldektektoren. Die Geräte erzeugen ein elektromagnetischen Feld auf niedriger Frequenz, um Gegenstände aus Metall aufzuspüren. Solche elektromagnetischen Felder werden aber von nahezu allen elektrische betriebenen Geräten erzeugt wie Herd, Handy, Fernseher etc. Sie gelten als ungefährlich, auch für Schwangere. Auch die Handscanner, die oft am Flughafen eingesetzt werden, sind Metalldetektoren.

Irma's Tipps für's Fliegen

Machen wir uns nichts vor - mit so nem mehr oder weniger großen Kullerbauch ist man nun mal nicht ganz so belastbar wie sonst. Damit Du aber trotzdem einen entspannte Flugreise hast, habe ich noch ein paar Tipps für dich:

  • Packe auf jeden Fall deinen Mutterpass ein und mache Dir auch vorher eine Kopie davon, die Du getrennt vom Orignal mitführst. Man weiß nie...
  • Informiere dich vor der Reise, ob Du ein Attest brauchst. Falls ja, besorge es Dir rechtzeitig.
  • Wenn du längerfristig buchst, schließe besser eine Reiserücktrittversicherung ab. Aber achte darauf, dass auch Ausfälle in Bezug auf die Schwangerschaft abgedeckt sind (sind sie nämlich nicht immer).
  • Stelle Dir eine entsprechende Reiseapotheke zusammen. Lass dich aber unbedingt in der Apotheke beraten, was du überhaupt nehmen darfst (ist nämlich nicht allzu viel).
  • Wähle für den Flug bequeme Kleidung und bequeme Schuhe. Denke auch daran, was zum überziehen mitzunehmen, da es im Flugzeug oft kalt ist.
  • Versuche, einen Platz in der ersten oder zweiten Reihe des Flugzeuges zu reservieren. So musst du deinen Kullerbauch nicht durch die engen Gänge jonglieren und bist beizeiten wieder draußen. Nimm auch lieber einen Gangplatz, da bist du flexibler und musst nicht immer andere darum bitten, aufstehen zu können.
  • Nimm jede Toilette mit, die du kriegen kannst und vor allem gehe kurz vor dem Abflug nochmal. Die Flugzeugtoiletten sind oft so groß wie Hamsterkäfige und manchmal ewig besetzt.
  • Im Flugzeug selbst: lege den Gurt unterhalb des Bauches an. Wenn die Anschnallpflicht vorbei ist und nicht gerade der Versorgungswagen unterwegs, versuche ein paar Schritt zu gehen.
Ich bin selbst im 6. Monat in die Türkei geflogen und hatte keine Probleme. Ich hatte aber auch eine völlig unkomlizierte Schwangerschaft und bin einigermaßen flugerfahren. Grundsätzlich haben auch Ärzte und Hebammen nix gegen das Fliegen in der Schwangerschaft einzuwenden, wenn man sich an die paar oben genannten Punkte hält.

Ein paar schöne Hotels im Ausland, die super für Schwangere geeignet sind, findest Du hier...

Und nun: guten Flug!

Freitag, 15. Januar 2016

Schwanger in die Therme

Viele Schwangere fragen sich gerade bei dem Schmuddelwetter, das draußen herrscht, ob sie eigentlich
guten Gewissens in eine Therme gehen können.

Unter einer "Therme" versteht wohl jeder etwas anderes. Für die einen sind es nur die reinen Thermalbäder mit echtem Thermalwasser, die anderen zählen auch Spaß- und Erlebnisbäder dazu. Fakt ist, in Deutschland gibt es über 200 dieser Einrichtungen gibt und da sind "normale" Hallenbäder nicht mitgezählt. Ein Thermenbesuch dauert meist mehrere Stunden. Oft gibt es verschiedene Bereich, zum Schwimmen, zum Relaxen, einen Saunabereich und einen "Spaßbereich". Nahezu alle Therme bieten auch gastronomische Versorgung an. Die Eintrittspreise variieren sehr stark und hängen nicht nur von der Größe der Therme und den angebotenen Leistungen ab, sondern oft auch von der Region. Meist kann entweder nur ein Thermen-Ticket oder nur ein Sauna-Ticket oder ein Kombi-Ticket erwerben.

Die Frage ist nun: lohnt sich das für mich als Schwangere oder darf ich sowieso nichts machen?

Während der Schwangerschaft vollbringt der Körper der werdenden Mama wahre Höchstleistungen und bei vielen Frauen geht das eine oder andere Problemchen damit einher.

Wasseransammlungen in Beinen oder Händen, Verstopfung oder schwaches Bindegewebe sind die häufigsten "Wehwehchen". Durch regelmäßige Bewegung im Wasser können diese Probleme spürbar gelindert werden. Der Körper wird federleicht und vor allem der geschundene Rücken wird endlich einmal entlastet. Regelmäßiges Schwimmen regt außerdem den Stoffwechsel an und kann so bei Verdauungsproblemen und Wassereinlagerungen helfen.

Ich darf also mit Kullerbauch in die Therme? JA - Sie dürfen!

Ärzte und Hebammen empfehlen das regelmäßige schwimmen sogar! Der Vorteil der Therme gegenüber einem normalen Schwimmbad ist beispielsweise, dass das Wasser doch um einiges wärmer ist.


Viele zukünftige Mamas machen sich aber vielleicht Sorgen wegen einer möglichen Infektionsgefahr beim Schwimmen. Bei einer Schwangerschaft ohne Komplikationen kann jedoch eigentlich nichts passieren. Die Hygienevorschriften in Deutschland sind so streng, dass sich so gut wie gar keine Keime oder Pilze im Wasser befinden. Nach dem Schwimmen solltest Du gleich duschen, dich ordentlich abtrocknen und trockene (Bade-)Kleidung anziehen - dann passiert nichts. Spezielle Schwimmtampons sind nach einhelliger Meinung von Frauenärzten und Hebammen nicht notwendig.

Besonders gut geeignet sind Thermen mit Sole-Wasser. Die Sole gibt Dir zusätzlichen Auftrieb und der Kullerbauch treibt nahezu allein an der Wasseroberfläche.

Vermeiden sollten Du Whirlpools. Die heißen Blubberbecken tun dem Baby nicht gut. Zum einen können sie schon ein wahrer Bakterienherd sein, zum anderen sind die hohen Temperaturen nicht gut für den Zwerg. Außerdem ist es in Whirpool meist eng und man sieht den Kullerbauch nicht zwangsläufig. Auch schmale, rutschige Einstiege sorgen für zusätzliche Gefahr.

Vorsicht auch bei Spaßbädern. Dass der Kullerbauch auf einer Rutsche nichts zu suchen hat, versteht sich von selbst. Der Aufprall ins Wasser ist viel zu hart und kann eine Frühgeburt auslösen. Meist geht es aber auch abseits der Rutschen in Spaßbädern hoch her. Herum tollende und springende Kinder tun dem Kullerbauch nicht gut. Und wer nur damit beschäftigt ist, seinen Bauch zu schützen - der kommt kaum zum Erholen...

Wer Erholung in einer Therme sucht, sollte die Stoßzeiten eher meiden. Ferien, Wochenenden, Brückentage und die Zeit ab Feierabend sind oft Zeiten, in denen besonders viel Betrieb ist. Wer es sich also aussuchen kann, wählt besser andere Zeiten.

Wann und für welche Schwangere die Sauna zu empfehlen ist, lest ihr hier...